Der letzte Tag
der Ahrweiler Schützenfestwoche
Die St.
Laurentius-Junggesellen-Schützen
feiern ihren Tag
Stadtzeitung
08.06.2010 von Alfred
Oppenhoff
Der Samstag
der Ahrweiler Schützenfestwoche
ist immer der Tag der St.
Laurentius-Junggesellen-
Schützengesellschaft Ahrweiler.
Festhochamt in der
altehrwürdigen
St.-Laurentius-Kirche,
Totengedenken mit
Kranzniederlegung am Ehrenmal
vor dem Ahrtor und der
anschließende Festkommers im
Zelt auf dem Platz hinter der
Feuerwache geben dabei dem
Vormittag den festlichen Rahmen.
Zu diesem Festkommers waren, wie
bei den St.
Laurentius-Junggesellen üblich,
auch die Ahrweiler
Mitbürgerinnen und Mitbürger als
gern gesehene Gäste herzlich
willkommen.
Im Festzelt
hatten sich neben den jungen
Schützen mit ihrem Schützenkönig
Markus Koll sowie den ehemaligen
Junggesellenschützen der
Jubilar-Jahrgänge zahlreiche
Ehrengäste eingefunden, darunter
Kaplan Tamil Selvan Josef, der
Beigeordnete der Stadt und
künftige Bürgermeister Guido
Orthen, der stellvertretende
Ahrweiler Ortsvorsteher Peter
Diewald, der Ortsvorsteher von
Walporzheim Gregor Sebastian,
der Verwaltungsrat der St.-
Sebastianus-Bürger-Schützengesellschaft
mit ihrem Schützenkönig Hans
Georg Klein, der junge
Schützenkönig der Aloisiusjugend
Christoph Eudenbach, eine
Abordnung der Lantershohener
St.-Lambertus-Junggesellen-Schützengesellschaft
und last but not least die
Weinköniginnen von Ahrweiler,
Walporzheim und Bachem. Ihnen
allen galt das herzliche
Willkommen des
Junggesellen-Hauptmanns Peter
Ropertz.
In seinem
morgendlichen Grußwort stellte
der Hauptmann heraus, dass das
Zusammenleben und Zusammenwirken
aller Generationen Ahrweiler zu
einer lebens- und liebenswerten
Stadt mache. Die Verbundenheit
von Jung und Alt sei hier
gelebter Alltag und stehe bei
allen Generationen hoch im Kurs.
Er verglich Ahrweiler mit einem
lebendigen Baum, der, grabe man
ihm das Wasser ab, schnell
vertrockne und zu einer leeren
abgestorbenen Hülle ohne Leben
würde.
Das erste
Grußwort aus den Reihen der
Gäste kam an diesem Vormittag
vom jungen Schützenkönig der
Aloisiusjugend Christoph
Eudenbach, der zugleich dem neuen Junggesellenschützenkönig
gratulierte.
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Junggesellen
mit den Jubilaren
auf dem Weg zur
Gefallenenehrung |
Dank und
Anerkennung galt dann den
Junggesellen, die vor 60 Jahren
den Neuanfang nach dem Krieg
wagten und für ein Fortbestehen
gesorgt hatten. Für sie, denen
König Markus Koll und Hauptmann
Peter Ropertz gratulierten,
werden die Erinnerungen an die
damalige Zeit unvergesslich
bleiben, wie ihr damaliger
Fähnrich Gerd Jakobs in seinem
Grußwort betonte. Er sowie der
damalige Fähnrichsbegleiter
Peter Jakobs und 1. Zugführer
Willi Becker sowie der am Kommen
verhinderte Walporzheimer
Zugführer Karl Hoffmann sind die
letzten noch lebenden Mitglieder
des Junggesellen-Vorstandes des
Jahres 1950/51.
Mit ihren
Erinnerungsmedaillen für ihre
jeweils "runde" Zugehörigkeit zu
den Junggesellenschützen wurden
auch diejenigen geehrt und
ausgezeichnet, die vor 50 und 25
Jahren die Gesellschaft führten.
Für die "Goldjubilare" dankte
ihr damaliger Hauptmann Paul
Bünnagel und für die
"Silberjubilare" Ex-Hauptmann
Jürgen Knieps.
Weitere
Grußworte sprachen an diesem
Vormittag im Festzelt sowohl
Kaplan Josef, der den jungen
Schützen einen guten Verlauf
ihres Festes wünschte, das er
zum ersten Mal miterlebte als
auch der Erste Beigeordnete
Guido Orthen, der den Gruß des
Bürgermeisters, der Abgeordneten
und der Verwaltung der Stadt
überbrachte zugleich mit Grüßen
und Glückwünschen. Grüße der
Bürgerschützen überbrachte deren
amtierender Schützenkönig Hans
Georg Klein, der dabei aus den
überlieferten Akten der alten
Stadt Ahrweiler von einem Jahr
berichtete, in dem die
Junggesellen ganz unter der
Fuchtel der Obrigkeit standen.
Den heutigen Junggesellen sprach
er ein Lob für ihr gutes
Auftreten in der Öffentlichkeit
aus. Für die gute Organisation
der Festtage lobte der
stellvertretende Ortsvorsteher
die Junggesellenschützen in
seinem Grußwort wie auch
Burgundia Katharina Dietenhofer
besondere Worte an die
Junggesellen, zugleich für die
Weinköniginnen aus Bachem und
Walporzheim, richtete. Natürlich
gratulierten auch die
Lantershofener
Junggesellenschützen mit ihrem
Hauptmann Andreas Althammer und
Majestät Johannes Kappen.
Im weiteren
Verlauf sprach auch Ahrweilers
KG-Prinzenpaar den Schützen
Grüße und Glückwünsche aus,
bevor der eigene Schützenkönig
der Gesellschaft Markus Koll
sich bei der Bürgerschaft für
den großartigen Empfang nach
seinem Königsschuss bedankte.
Zur Tradition zählt auch, dass
die neue Majestät sich bei den
Brütchesmädche mit einer kleinen
Gabe für gute Betreuung und
Versorgung bedankt, was der
Junggesellenkönig nicht vergaß.
Der weitere
Tagesablauf im Festgeschehen war
am frühen Abend mit einem
erneuten Ehrenschießen und
Parade auf dem Marktplatz und dem
anschließenden Schützenball im
Festzelt mit der Band "Challenge".
Übrigens:
Sieger bei der Parade der
Junggesellen auf dem Marktplatz
wurde der Zug der "Ahrhööde".
Gratulation!