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Bürgerschützen auf Werbetour
Heinrich
Westerhorstmann, Schützenbruder aus Westfalen, reagierte enttäuscht
aber trotzig auf die Ausführungen des Ahrweiler Schützenhauptmannes
Willi Busch. Wenn der Abend mit den Bläck Fööös schon
ausverkauft sei, meinte Westerhorstmann, so werden er trotzdem zum
Bundesfest im Herbst nach Ahrweiler kommen, denn in der Altstadt gäbe
es bestimmt genug Kneipen, wo die Schützen feiern könnten. Der
Mann hat recht.
Die
St. Sebastianus-Bürger-Schützengesellschaft Ahrweiler war mit
einer Abordnung unter der Leitung von Hauptmann Willi Busch nach
Leverkusen gereist, um vor ca. 600 Schützen beim
Bundesdelegiertentag des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften
für das Bundesfest vom 14.-16. September in Ahrweiler Werbung zu
machen. Diese Delegierten vertreten die rund 400 000 im Bund
organisierten Schützen. Der Infostand der Ahrweiler Schützen
erfreute sich den ganzen Tag des lebhaften Zuspruchs der Schützendelegierten,
ob sie nun aus den Diözesen Aachen oder Paderborn kamen, oder aus
Trier oder Münster. Der Infostand informierte die Schützenschwestern
und –brüder über die gastronomischen Angebote des Ahrtals und
die der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Besonderen. Im Mittelpunkt
stand natürlich der Programmablauf des Bundesfestes und die Möglichkeiten,
diese drei Tage zu gestalten. Mit großer Aufmerksamkeit folgte das
Auditorium den Ausführungen des Hauptmanns Willi Busch, der zunächst
die Bürger-Schützengesellschaft Ahrweiler vorstellte und besonders
die Rolle Ahrweilers bei der Gründung des Bundes der Historischen
Deutschen Schützenbruderschaften hervorhob. Da viele der Anwesenden
das Ahrtal noch nicht kannten, gab Busch einen kurzen Abriss dieses
kleinen Fremdenverkehrsgebietes. Dann erläuterte er den Zuhörern
die Planungen für das „Bundesfest der kurzen Wege“. Für alle
Neugierigen verwies Busch auf die Internetpräsenz unter www.bundesfest2007.de
. Das Interesse der Schützen war groß. Leider konnten die vielen
Anfragen wegen Eintrittskarten für die Abendveranstaltungen nur
noch abschlägig beschieden werden. Aber der Schützenbruder
Westerhorstmann hat uns schon die Lösung des Problems aufgezeigt.
Die ganze Stadt wird zum Festplatz. Da es sich schon bis Paderborn
herumgesprochen hat, dass Ahrweiler die einzige Schützengesellschaft
in Deutschland mit eigenem Weinbau ist, bedauerten die meisten Schützen
das Fehlen des „Schützentrunkes“ beim Bundesdelegiertentag.
Aber der hätte mit dem guten Ahrruude sicherlich zu lange gedauert.
Bundeskönig
Werner Schmidt aus Monheim gratulierte den Bürgerschützen zu ihrem
gelungenen Auftritt in Leverkusen. Er freut sich schon jetzt auf ein
Wiedersehen am dritten Wochenende im September in Ahrweiler.
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