Pressebericht
Blick Aktuell
Freitag, 16.03.2007 um 20.00 Uhr im Zunfthaus
Generalversammlung der
Ahrweiler St. Sebastianus Bürgerschützen
von Gerrit Mitter
Bürgerschützen bereiten
Bundesfest generalstabsmäßig vor
Gut besuchte
Jahreshauptversammlung im Alten Zunfthaus -
Hauptmann Willi Busch kündigt geschichtsträchtiges Fest an
Ahrweiler.
Ahrweiler steht schon spürbar im Zeichen des Bundesschützenfests
vom 14. bis 16 September. Die Versammlung der St.
Sebastianus-Bürger-Schützengesellschaft Ahrweiler im Alten
Zunfthaus wurde deshalb klar von diesem Thema dominiert. Einleitend
aber hatte der Chronist und Schriftführer Hans-Georg Klein das
Wort, der aber auch das kommenden Fest in seinen Bericht einbaute.
Dieses
Ereignis „wird in die Geschichte der Bürgerschützen eingehen“,
wertete Schützenhauptmann Willi Busch das Bundesfest, das von der
Gesellschaft organisiert wird. Busch führte souverän und trotz des
anstehenden enormen Arbeitsumfangs locker mit einer Prise Humor
durch die gut besuchte Mitgliederversammlung. Deutlich machte er
aber auch, dass diese Veranstaltung eine „große
Gemeinschaftsleistung“ ist und sein wird.
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Das
Wort hatten die einzelnen Ausschüsse , deren Ausführungen von
einer durch Klaus Terporten hervorragend erarbeiteten Powerpoint-Präsentation
unterstützt wurde, die den Mitgliedern
nachvollziehbar und überschaubar das kommende Geschehen und
die Planungen verdeutlichte.
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Zustimmung
fand das von Kurt Pantenburg vom Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit & PR vorgestellte Fest-Logo. Erstmals
zu sehen war im Zunfthaus eines der sechs großen werbenden
Festbanner, das Festwirt Bienefeld noch am gleichen Tag nach
Ahrweiler zur Versammlung gebracht hatte. In Arbeit ist eine
64-seitige Festschrift, war zu hören. Eine Große Pressekonferenz
unter der Leitung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbrüderschaften
wird am 5. September im Rathaus der Kreisstadt stattfinden.
Jürgen
Schmitz vom Ausschuss „Zapfenstreich“ gab
sich überzeugt, dass der Zapfenstreich am Freitag, 14. September
nach dem ökumenischen Gottesdienst ein „besonderes Ereignis“
wird.
Peter
Diewald vom Finanzausschuss zeigte sich überzeugt, dass mit den
Festwirten eine gute Wahl getroffen wurde. Schon
in Kaarst hatte man sich überzeugen können, dass die Angebote
hochwertig sind. Übrigens ist die Veranstaltung am Fest-Samstagabend schon
ausverkauft.
Peter
Krämer vom Ausschuss für Verkehrslenkung rechnet mit etwa 250
ankommenden Bussen, die durch eine geschicktes System geordnet an- und auch mit den Gästen abfahren können. Die
Anwohner in den betroffenen, für den Durchgangsverkehr gesperrten
Straßen werden rechtzeitig und ausreichend informiert, sicherte er
zu.
Herbert
Engel sagte, dass das
Museum der Schützen sich bei der Museumsnacht am 16. Juni mit neuen
Exponaten präsentieren wird.
Jahresbericht
über das Schützenjahr 2006.
Hans-Georg
Klein führte in seinem Jahresbereicht aus, dass das abgelaufene Schützenjahr
weitgehend von den Vorbereitungen zum Bundesfest in diesem Jahr hier
in Ahrweiler geprägt war. Die Arbeiten der Ausschüsse sind voll im
Zeitplan, teilweise sind die Arbeiten bereits abgeschlossen. „Die
bisherigen Ergebnisse lassen einen harmonischen und wirtschaftlich
effektiven Ablauf des großen Festes erwarten“ zeigte er sich
zuversichtlich.. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Bürgerschützen
für die beiden Festabende am Freitag mit den „Botzedresser“ die
Firma Apollinaris und für den Samstagabend mit den „Bläck Fööss“
die Kreissparkasse Ahrweiler als Hauptsponsor gewinnen konnten. Ein weiterer Sponsor
ist die Volksbank RheinAhrEifel. Die Zusammenarbeit mit den Behörden, der Kreis- und der
Stadtverwaltung, ist sehr effizient, dass liegt auch daran, dass der
Landrat und der Bürgermeister kompetente und engagierte Mitarbeiter
als Kontaktpersonen zur Verfügung gestellt haben, dankte Klein.
„Stolz
sind wir auch darauf, dass wir den Bundestagspräsident Dr. Norbert
Lammert als Schirmherr gewinnen konnten“.
Im
Zusammenhang mit der Planung wurden einige Ortstermine mit der
Bundesleitung in Leverkusen hier vor Ort durchgeführt. Der
Bundesgeschäftsführer Ralf Heinrichs war zweimal in Ahrweiler. Der
bisherige Orga-Leiter Peter Backes hat die Veranstalter auch im
abgelaufenen Jahr beraten.
Am
dritten Wochenende im September fand das Bundesfest 2006 in Kaarst
statt. Eine Abordnung des Verwaltungsrats der Schützen hatte auf
Einladung des Bundes der Historischen deutschen Schützenbruderschaften
an den drei Tagen in Kaarst die Gelegenheit, in Punkto Organisation
hinter die Kulissen zu schauen und wertvolle Erkenntnisse zu
sammeln. Bürgermeister Dr. Tappe war über die drei Tage mit von
der Partie. Der PR-Ausschuss mit Jochen Ulrich und Reiner Bauer
hatte in Kaarst einen Info-Stand aufgebaut und konnte so gute
Kontakte mit vielen auswärtigen Schützen knüpfen,
berichtete Klein weiter. Die Werbebroschüre fand reißenden
Absatz. In Gesprächen lobten die Schützen immer wieder, dass in
dieser Broschüre endlich einmal die Schützen im Mittelpunkt stünden.
Sonntags fand der Festzug unter starken Beteiligung der Ahrweiler
Schützen statt. Das Fernsehen hat die Ahrweiler ausgiebig gewürdigt.
Als die drei Tage zu Ende waren, habe Hauptmann Willi Busch geseufzt
und den historischen Ausspruch getan: „Da haben wir uns wieder für
die Tradition und die Vaterstadt aufgeopfert.“.
Nachdem man die Nachfahren
2008 aus Beverungen kennen gelernt hatten, war spontan beschlossen
worden, auch Beverungen im Jahr 2008 einen Besuch abzustatten.
Der
Ausrichter des Bundesfest stellt für ein Jahr den Fahnenträger der
Bundesstandarte, die im übrigen traditionsgemäß für dieses Jahr
im betreffenden Ratshaus aufgestellt wird. Der Verwaltungsrat hat
als Fahnenträger Jochen Ulrich gewählt, der diese Wahl auch
angenommen hat, und nun bei Bundesveranstaltungen zusammen mit zwei
Begleitern die Bundesstandarte tragen wird.
Am
19. März des
vergangenen Jahres eine
große Abordnung des Verwaltungsrats bei der
Bundesvertreterversammlung in Leverkusen, um auch schon hier im
Vorfeld für Ahrweiler zu werben.
Im
übrigen sind die Beziehungen der Ahrweiler Schützen zum Bund der
Historischen Deutschen Schützenbruderschaften originär. Nur wenige
Schützenbrüder wissen, dass die Ahrweiler Schützen zu den
treibenden Kräften bei der Gründung 1928 gehörten, erinnerte
Klein.
Der
Generalanzeiger wird zum Bundesfest eine Festbeilage drucken, darin
sind dann Bilder zu sehen, wie die Ahrweiler Schützen 1928 in Köln
mit überzeugender Mannschaftsstärke aufmarschiert sind. Die Bilder
zeigen das Elitecorps, das Fähnrichsglied und das Königsglied mit
dem damaligen König Dr. Pomp an der Spitze.
„Also von wegen, datt hätt et noch nie jejewe! Sogar die
Junggesellen – wie ein Bild ausweist – zogen mit“,
berichtete er schmunzelnd.
Auf Bezirksebene mussten natürlich auch einige Veranstaltungen
besucht werden, weil der Bezirk Rhein-Ahr am 19. Mai sein 75jähriges
Bestehen feiert. „Wir sind alle zum Festumzug und zum Festabend in
der Remagener Stadthalle eingeladen“.
Nun
zur Chronik der laufenden Ereignisse, so Hans-Georg Klein.
Am
Montag nach der letzten Jahreshauptversammlung kam die Gesellschaft
wir der traurigen Pflicht nach, der Majestät von 1984-87 Professor
Dr. Bernhard Kreutzberg zu Grabe zu tragen. Am 20. Mai hatte Herbert
Engel unser Museum im Rahmen der Museumsnacht geöffnet. Der
Besucherzuspruch war bemerkenswert.
Höhepunkt
unseres Schützenjahres war zweifellos das große Schützenfest am
11. Juni. Die neue Majestät Kurt Pantenburg konnte in einem
grandiosen Trinkzug der Bevölkerung vorgestellt werden. Die meisten
Schützenbrüder hatten noch die mahnenden Worte unseres Hauptmann
im Ohr, so dass der Trinkzug zügig und ohne größere Zwischenfälle
ablaufen konnte. „Ich jedenfalls hatte meinen Spaß, die meisten
Schützenbrüder auch. Wenn man natürlich auf das Haar in der Suppe
wartet, wird man eins finden und wenn es das eigene ist“, mahnte
Klein.
Am
4. Oktober wurden die Trauben im Forstberg und erstmalig im
Karlskopf gelesen. Die Ergebnisse waren hervorragend. Mit
durchschnittlich 94° Öchsle waren alle zufrieden. Wenn allerdings
die Stöcke im Karlskopf in diesem Jahr voll tragen, „werden wir
an zwei Tagen lesen müssen“. Neben der Arbeit kam natürlich die
„Maarteljaß“ nicht zu kurz.. Die Gesellschaft zählt jetzt 671
Mitglieder. - GMI -
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