Freitag,
12.03.2004 um 19.30 Uhr im Zunfthaus Ahrweiler
von Alfred Oppenhoff
Hatte
die St. Sebastianus Bürger-Schützengesellschaft Ahrweiler im
zurückliegenden Jahr erstmals in demokratischer Wahl ihren
neuen Hauptmann Wilhelm Busch gewählt, hatte sie in ihrer diesjährigen
Jahreshauptversammlung am Freitag vergangener Woche gleichfalls
erstmals in demokratischer Abstimmung der in zwei Schützenzügen
erfolgten Zugführerwahl ihre Zustimmung zu geben.

Da
diese Zustimmung von den anwesenden mehr als 160 Schützen
gegeben wurde, werden zukünftig Marc Adeneuer (r) in der Nachfolge
von Wilhelm Busch das Oberleutnantsglied und Edgar Flohe (l) in der
Nachfolge von Hermann Josef Knieps das Hauptmannsglied führen.
Am
Beginn der Jahreshauptversammlung hatte die Begrüßung der
Anwesenden durch Hauptmann Wilhelm Busch gestanden, der dabei
hervorhob, dass in den letzten Monaten zahlreiche Anregungen ihm
und dem Verwaltungsrat vorgetragen wurden, die sie zur Kenntnis
genommen haben. Der Verwaltungsrat wird in den kommenden
Sitzungen sich damit befassen und auch die Strukturen der
Gesellschaft überprüfen und vor notwendig werdenden Änderungen
sich nicht verschließen.
Mit
seinem Jahresbericht über das zurückliegende Jubiläumsjahr
des 600-jährigen Bestehens der Gesellschaft ließ der Chronist
Hans Georg Klein nochmals alle Veranstaltungen und Ereignisse
der Schützenjahres Revue passieren. Des weiteren informierte er
die Versammlung darüber, dass er bei der Bearbeitung von Überprüfung
alter Akten der ehemaligen Stadt Ahrweiler in Stadtrechnungen früherer
Jahrhunderte Angaben die Schützen betreffend gefunden hat, die
das Verhältnis Schützen/Stadt und die Aufgabenstellung der Schützen
zu der Zeit in vollkommen neuem Licht erscheinen lassen. Er wird
die Mitglieder der Gesellschaft hierüber zu einem späteren
Zeitpunkt informieren.
Den
Bericht des Chronisten ergänzte Hauptmann Busch mit
Informationen hinsichtlich der Neuanlage der
gesellschaftseigenen Weinberge im Bereich Bachem. Diese wurde,
weil zu alt und mit zu geringem Ertrag, gerodet und neu
angelegt. Hierbei hat die Schützengesellschaft den Rat von
Fachleuten - zum Teil aus den eigenen Reihen, zum Teil auch
befreundete Winzer – in Anspruch genommen. Den Zuschuss für
die Neuanlage, wie sie vom Weinbauministerium gewährt wird,
werden die Schützen in Anspruch nehmen, jedoch nicht die für
„weiten Zeilenabstand“, da mit dem gewählten Abstand 350 Stöcke
mehr gesetzt wurden. Es werden jetzt durch die Neuanlage drei
„magere“ Jahre bei der Weinlese für die Schützen folgen,
daher wurde der Weinverkauf vorerst eingestellt, um für die
eigenen Veranstaltungen genügend Wein zur Verfügung zu haben.
Mit
dem Kassenbericht hat sich der Schatzmeister viel Arbeit
gemacht, da er diesen auf Gewinn- und Verlust-Rechnung
umgestellt hat. Dabei hat er drei Bereiche berücksichtigt: die
Zahlen das eigentliche Vereinsleben betreffend, die
600-Jahrfeier und den mittelalterlichen Markt. Die drei Bereiche
ergaben positive Ergebnisse, der Überschuss soll und wird nach
dem Mitgliedervotum dem Vereinsvermögen zugeschlagen. Da die
Kassenprüfer eine ordentliche und korrekte Kassenführung bestätigten
erteilten die Mitglieder dem Verwaltungsrat. Entlastung. Dem
Vorschlag des Schatzmeisters den Jahresbeitrag bei 75 Euro zu
belassen stimmte die Versammlung zu.
Zur
Mitgliederversammlung hatte es einen Antrag gegeben, von Schützenbruder
Jakob Heinen, der anregte, dass die Gesellschaft in würdiger
Weise beim Fest der Breitenbacher Schützen zu ihrem 45-jährigen
Bestehen am 1. August würdig vertreten wird. In seiner Antwort
informierte der Hauptmann, dass der Verwaltungsrat zum
angegebenen Termin in Breitenbach gratulieren wird. Schützen,
die mit fahren wollen, sollen sich beim Schützenbruder Jochen
Ulrich melden.
Mit
der Bekanntgabe der Termine zum diesjährigen Schützenfest ohne
Königsvogelschießen der Bürger wurde zur Filmvorführung übergeleitet.
Bei
den Veranstaltungen zum Schützenjubiläum hat Werner Mertens
zusammen mit seinem Sohn Filmaufnahmen gemacht. Der hieraus
zusammen gestellte Film wurde den Bürgerschützen an diesem
Abend erstmals vorgeführt. Der anschließende lang anhaltende
Beifall der begeisterten Schützen war für Werner Mertens, der
damit ein bleibendes Dokument lebendigen Schützenlebens
geschaffen hat, wohlverdient.
Der
Film kann als VHS-Kassette oder auch als DVD
bestellt werden. Preis beträgt jeweils 15 Euro.
Bestellungen nehmen die Zugführer entgegen.
Mit
dieser Filmvorführung schloss die sehr harmonisch verlaufene
Jahreshauptversammlung.
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